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Hund im Schnee

Frostige Gefahr: Warum Schneefressen für Hunde gefährlich ist

im Januar 2025

Für viele Hunde ist der erste Schnee des Jahres ein großes Abenteuer. Sie tollen herum, jagen Schneeflocken und entdecken die weiße Pracht auf ihre eigene Weise. Doch was viele Hundebesitzer nicht wissen: Schnee zu fressen, kann für Hunde gefährlich werden. In diesem Beitrag sagen wir dir, warum das so ist und welche Gefahren lauern können.

Warum fressen Hunde Schnee?

Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum manche Hunde gerne Schnee fressen.

Wasserquelle: Weil Schnee erstmal nichts anderes als gefrorenes Wasser ist, nutzen einige Hunde ihn, um ihren Durst zu stillen.

Schneespaß: Beim Herumtoben im Schnee und beim Schnüffeln kann es (un)gewollt zur Aufnahme von Schnee kommen. Auch bei Beschäftigungen wie Mantrailing solltest du darauf achten.

Schmeckt gut: Je nachdem was im Schnee enthalten ist, kann es deinem Hund besonders gut schmecken - aber genau das ist auch die Gefahr! 

Hund auf OP Tisch

Was ist eine Schneegastritis?

Ein häufig auftretendes Problem bei Hunden, die regelmäßig Schnee fressen, ist die sogenannte Schneegastritis. Diese Entzündung der Magenschleimhaut wird durch die Aufnahme von kaltem Schnee ausgelöst. Typische Symptome sind:

  • Würgen oder Erbrechen (oft von gelblicher Magensäure)
  • Appetitlosigkeit
  • Lethargie
  • Bauchschmerzen

Zeigt dein Hund diese Symptome in Zusammenhang mit Schneefressen, dann solltest du unbedingt zum Tierarzt gehen. Je nach Schwere der Entzündung sind Medikamente oder Schonkost nötig.

Kälte kann Magen-Darm-Probleme verursachen

Wenn ein Hund Schnee frisst, gelangt kalte Flüssigkeit direkt in den Magen. Das kann die empfindliche Magenschleimhaut reizen und zu Entzündungen führen.

Besonders anfällig sind Hunde mit ohnehin empfindlichem Magen-Darm-Trakt. Auch bei kleinen Rassen und Welpen ist Vorsicht geboten, da ihr Organismus schneller auf Temperaturveränderungen reagiert.

Hund und Mensch beim Gassigehen im Schnee

Gefahr durch Streusalz und andere Chemikalien

Im Winter werden Straßen und Wege oft mit Streusalz oder anderen Auftaumitteln behandelt. Wenn dein Hund Schnee frisst, nimmt er diese Stoffe ebenfalls auf – oft ohne, dass der Besitzer es bemerkt. Das kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben:

  • Reizungen der Schleimhäute im Maul und Magen.
  • Salzvergiftungen, die sich durch starkes Durstgefühl, Erbrechen oder Durchfall äußern können.
  • In schlimmeren Fällen: Nierenprobleme oder Kreislaufstörungen.

Auch Frostschutzmittel (z. B. Ethylenglykol), das von Autos tropfen kann, ist extrem giftig für Hunde und häufig im Schnee nicht sichtbar. Bereits kleinste Mengen können lebensbedrohlich sein.

Gefrorene Fremdkörper und Verunreinigungen im Schnee

Schnee sieht oft sauber aus, birgt aber viele unsichtbare Gefahren. Besonders an Straßenrändern oder in städtischen Parks kann Schnee Verunreinigungen enthalten, wie:

  • Glasscherben
  • Plastikteilchen
  • Tierkot oder Urin

Beim Fressen solcher verunreinigten Schneemengen kann es zu Verletzungen im Maul oder im Verdauungstrakt kommen. Zudem steigt die Gefahr einer Infektion mit Parasiten oder Bakterien.

Hund rennt im Schnee

So kannst du deinen Hund schützen

Damit dein Hund den Winter unbeschadet genießen kann, solltest du folgende Tipps beachten:

  1. Beobachte deinen Hund: Lass ihn nicht unbeaufsichtigt im Schnee spielen und achte darauf, dass er keinen Schnee frisst.
  2. Ablenkung durch Spielzeug: Biete deinem Hund Alternativen, wie einen Ball oder ein Spielzeug, damit er nicht aus Langeweile Schnee frisst.
  3. Regelmäßige Pfotenpflege: Da Hunde Streusalz auch über ihre Pfoten aufnehmen können, solltest du nach jedem Spaziergang die Pfoten abwaschen.
  4. Leine in gefährlichen Bereichen: An Straßen oder stark frequentierten Wegen solltest du deinen Hund an die Leine nehmen, um ihn vor verunreinigtem Schnee zu schützen.

Du weißt nicht, welche Leine die richtige ist? Wir haben einen Leinen-Leitfaden für dich.

Auch wenn es harmlos wirkt, kann Schneefressen für Hunde ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Streusalz, Fremdkörper und die Kälte selbst stellen erhebliche Gefahren dar. 
Mit Achtsamkeit und den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kannst du deinem Hund jedoch helfen, den Winter sicher und gesund zu genießen.

Bleibt wachsam – und viel Freude beim Schneespaziergang!

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