Der Frühling wird von Mensch und Hund gleichermaßen sehnlichst erwartet. Wir freuen uns alle auf die ersten warmen Tage und die vielen Abenteuer, die diese Jahreszeit mit sich bringt. Allerdings solltest du vor lauter Frühlingsfreude nicht vergessen, dass diese Jahreszeit für deinen Vierbeiner auch Gefahren und Herausforderungen mit sich bringt.

1. Gefahren für Hunde im Frühling
Damit die Frühlingsmonate für dich und deinen Hund auch wirklich schön werden, solltest du auf folgende Dinge achten, die deinem Hund gefährlich werden könnten:
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Zecken, Flöhe & andere Parasiten
Ab März (teilweise sogar schon im Februar) beginnt die Zeckensaison. Die kleinen Blutsauger sind im Frühling besonders aktiv, denn die klimatischen Bedingungen sind in den Frühjahrsmonaten ideal. Wie du sicher weißt, können Zecken gefährliche Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Anaplasmose übertragen, die für dienen Hund im schlimmsten Fall tödlich enden können.
Wenn dein Hund sehr anfällig für Parasiten ist, dann solltest du auf ein wirksames Zeckenmittel setzen. Dieses hält dann auch Flöhe, Mücken und Milben von deinem Hund fern.
Ein Absuchen des Fells ist nach jedem Spaziergang wichtig, denn häufig krabbeln die kleinen Biester noch umher, auf der Suche nach einem Platz um zuzubeißen. Eine Zeckenzange findet sich außerdem in den meisten Hunde Erste-Hilfe Sets.
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Frisches Gras und Blumen
Überall wird es grün auf den Wiesen. Die frischen Gräser schmecken vielen Hunden besonders gut, doch nicht jedes Gras ist auch wirklich essbar. Es könnte sich beispielsweise Bärlauch darunter verstecken, welcher giftig für Hunde ist.
Zudem wird in der Landwirtschaft wieder gedüngt und die Spritzmittel gelangen durch Grasfressen in den Magen-Darmtrakt deines Hundes, was zu Problemen führen kann. Genauso wie das Schneefressen im Winter sollte auch zu häufiges Grasfressen vermieden werden.

2. Frühlingsgefühle: Mehr Energie für deinen Hund
Der Frühling weckt nicht nur bei uns Menschen die Lebensgeister, sondern auch bei unseren Hunden! Nach dem langen Winter sind sie voller Energie. Die milden Temperaturen und die vielen neuen Gerüche machen die Welt für deinen Hund noch interessanter.
Hunde neigen im Frühling dazu, sich viel intensiver mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen. Sie schnüffeln an den ersten Blumen, jagen Schmetterlingen nach oder erkunden neugierig das Gelände.
Dieses vermehrte Interesse kann manchmal zu einer Herausforderung werden, besonders wenn dein Hund sehr ungestüm oder aufgeregt ist. Daher ist es wichtig, die richtige Balance zu finden: ausreichend Bewegung und Freiheit, aber auch die nötige Kontrolle, um Gefahren zu vermeiden. Versuche vielleicht mal Mantrailing, hier wird dein Hund ausgelastet.

3. Leinenpflicht wegen junger Wildtiere
Im Frühling hat auch die Tierwelt ihre erste, sehr empfindliche Phase. Viele Wildtiere, darunter Rehkitze, Hasen und Vögel, bekommen in dieser Jahreszeit Nachwuchs. Es ist daher besonders wichtig, dass du deinen Hund in dieser Zeit (März bis Juli) an der Leine führst, um junge Tiere nicht zu stören oder versehentlich zu gefährden.
Selbst ein gut erzogener Hund kann in der Aufregung des Frühlings auf den Duft von Wildtieren reagieren und instinktiv jagen. Besonders in Wäldern, auf Wiesen oder in der Nähe von Feldern solltest du stets ein Auge auf deinen Hund haben.
Ein freilaufender Hund könnte beispielsweise ein Rehkitz in Panik versetzen und dieses von seiner Mutter trennen.
Die Leinenpflicht während der Frühlingsmonate schützt nicht nur die Wildtiere, sondern auch deinen Hund, der sich beim Herumtollen in unübersichtlichem Gelände verletzen könnte. Zudem ist es in vielen Regionen gesetzlich vorgeschrieben, dass Hunde in der Nähe von Wildtieren angeleint bleiben müssen.
Eine Schleppleine ist allerdings eine gute Möglichkeit, deinem Hund Freiheit und Schutz zu bieten.

4. Wichtige Tipps für den Frühling mit deinem Hund
Neben den oben genannten Punkten gibt es noch einige weitere Dinge, die du im Frühling beachten solltest, um deinem Hund eine sichere und angenehme Zeit zu ermöglichen.
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Fellpflege
Im Frühling wechseln viele Hunde ihr Fell. Der Fellwechsel kann anstrengend sein, sowohl für den Hund als auch für den Besitzer. Regelmäßiges Bürsten hilft, lose Haare zu entfernen und Hautirritationen zu vermeiden. Achte darauf, dass dein Hund keine Haarbüschel im Fell hat, die zu Verfilzungen führen könnten.
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Für ausreichend Wasser sorgen
Mit den wärmeren Temperaturen steigt auch der Bedarf nach frischem Wasser. Achte darauf, dass dein Hund immer ausreichend trinken kann, besonders nach langen Spaziergängen. Vielleicht solltest du auch einen tragbaren Napf mitnehmen, um zwischendrin Wasser anzubieten.
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Erste Sonnenstrahlen nicht unterschätzen
Ja, es ist noch nicht Sommer, trotzdem kann es deinem Hund auch im Frühling schnell zu heiß werden. Er trägt meist noch einiges an Winterfell mit sich herum und ist die warmen Temperaturen genauso wenig gewöhnt wie du. Deshalb achte darauf, dass dein Hund nicht zu viel Sonne abbekommt.
Der Frühling ist für Hund und Halter eine wunderbare Zeit, um gemeinsam die Natur zu genießen. Doch wie bei allem gibt es auch im Frühling einiges zu beachten. Mit einer guten Vorbereitung und ein wenig Vorsicht können du und dein Hund die Jahreszeit in vollen Zügen genießen.